25
September
last but least.
keine musique.
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"wir haben eine diktatur der gegenwart über die übrige zeit."
eigentlich schon passé, diese 1:44:51 - der montag an der spitze, deutschland vor der wahl - sind wir ja schon im nach-der-wahl-stadium.
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aber (deshalb verlinke ich das), das ist vielleicht die frage:
vor welche wahl wurden wir denn gestellt?

 
 
12
August
da war noch was: tugendakrobat.
siehe auch.
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mancherlei wortschöpfung ist keine wertschöpfung, an und für sich (oder für andere). was auch immer.
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sie wollen ein gegenbeispiel?
hochwertiges Airportainment
ham wa abba nich!
apropos, ham wa nich? schön.
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haben "wir" denn etwas?
feste prinzipien. wenn sie ihnen nicht gefallen, habe ich auch noch andere.
(frei, weil eisern hat so was..., nach groucho marx.)
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die viele frischluft hat mich, wie zum trotz, unmüde gemacht. hat man auch nicht alle tage.
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alle tage ...

schluß jetzte mit den albernheiten.

 
 
18
Februar
die weitaus bessere hälfte schaut "das schweigen der lämmer" (ein richtig guter fim) und ich schaue die autoren der süddeutschen zeitung vom spezialisten der senkung der ich-schranke, was er, sagt er, am besten kann.
sagt auch "und die kinder sind wie uhren, und sie korrigieren unser leben, in einem gewissen sinne, und zeigen uns wie jetzt ein neuer gongschlag läuft ..."
oh ja.

 
 
24
Januar
jetzt aber wirklich: „deutsch in kaltland“ jonathan widder erinnert sich, wie er vor ein paar jahren von seinem ersten besuch in der ukraine nach deutschland zurückkehrte, wie sich auf seinem heimweg „die erinnerung mit aller kraft ins bewußtsein rammte: disziplin, fehler vermeiden. man muß sich schließlich anpassen an die deutsche leitkultur. auch als deutscher.“

ja, unsere leidkültüre (die ich mit absicht so schreibe, man muß dann beim aussprechen der gleichen die lippen spitzen, so klingt sie gleich ganz vornehm), was wir auch immer darunter verstehen, wollen oder können.
er schreibt weiter, daß wenn er nach längerer zeit aus dem osten zurückkehrt, seine wichtigsten gefühle verbirgt, einfriert “bis ein geeigneter zeitpunkt kommt, um sie wieder aufzutauen“ das könne auch schon mal in deutschland geschehen, mit deutschen “vielleicht so ein-, zweimal im jahr“

leben wir in einem kalten land? in einem land, in dem wir vor allem "unser ich perfektionieren"? in einem land, in dem die die bleiben, über soziale kälte und „ein gefühl der inneren leere“, eine gesellschaft, die “in sich zerfällt“ klagen? während andere ihm den rücken kehren. und, wie passt das zur „idealen gesellschaft; zu einem land, das einen lebensstandard kennt wie wenig andere, in dem die menschenrechte grundsätzlich respektiert werden und das sich zu den fortschrittlichsten regionen der welt zählt?"
sind wir, das ist die frage, nicht mehr menschlich (genug)? obwohl "all unsere handlungen bis ins tiefste moralisch durchdacht sind“ ist uns das vorbildlich sein, welches sich vor allem in "produkten und leistungen verwirklicht, wie dem bremssystem im neuen audi a8, über immer effizientere solaranlagen bis zum tsunami-schutzwall in südostasien“ wichtiger, so daß der einzelne, dem aufmerksamkeit fehlt, “die seine seele bräuchte, als nahrung und wasser“ zwar in der “bestmöglichen gesellschaft lebt, aber nicht in ihr glücklich wird“?

so viele fragezeichen. und was erst passiert, wenn man versucht, “das ganze sach-missverständnis nicht ganz so ernst zu nehmen“ man könnte genauso gut versuchen, “in ein karusell einzusteigen, daß sich mit wahnsinniger geschwindigkeit dreht“. mitmachen? “dann springt man auf, bewirbt sich, stellt sich vor, wird akzeptiert, arbeitet mit, entwirft projekte, man schafft wie ein berserker und steht irgendwann – wer hätte das gedacht - im mittelpunkt der welt und der projekte.“ bis man irgendwann merkt, daß man selbst (um seiner willen) nicht im mittelpunkt steht, sondern das was man macht. "anerkannt wird nur echte leistung“, ehrlich und streng.

aber wenn das alles ist, was anerkennung bedeutet. woanders ist anerkennung mit guten freunden am tisch sitzen und mit fragen und antworten förmlich überschüttet zu werden. und so, auch weil wir so kritisch sind, werden wir stachelig. die stacheln auszufahren ist der beste schutz.
unser schland? ein stacheliges kaltes, im optimierungswahn gefangenes land?
jein. das ist, ich weiß, keine befriedigende antwort.

(ich habe mich nur auf die textstellen fokussiert, die mich besonders bewegt haben.)

---
randnotiz: das ist mir das eine und andere mal früher schon eingefallen, daß man leute, die fremde, andersdenkende (was weiß ich) diskriminieren, loswerden oder schlimmer lieber noch, auslöschen wollen, besser mal für eine zeit in die fremde schickte, so daß sie selbst mal fremde sind in der fremde. vielleicht würde es ihnen die augen öffnen: heimzukehren.

 
 
08
Januar
auszug aus: "wurst und wahn. ein geständnis"



jakob hein, sie erinnern sich vielleicht.

 
 
13
November
zerstreute ... zitate ... (ich dachte, sie finden uns nicht: zerstreute prosa; von jens sparschuh)
"Der Vorhang senkt sich, Nacht, das alte Spiel, Sein und Schein tauschen die Plätze. Das vom Schein der Laternen zensurierte Straßenbild stellt Reststücke seines täglichen Seins aus, und das Sein ist, wie es mir schon immer zu sein schien: ziemlich undurchsichtig."

ich mag diesen satz sehr. stöbere ein bißchen, schlafen kann ich sowieso (noch) nicht:
... in letzter zeit ging es nur noch bergab. neulich, flug in die usa. nach stunden und stunden in rauchfreien zonen erreiche ich das hotel, stürze ins zimmer, zünde das feuer an - und sehe gerade noch, daß ich direkt unter dem aufmerksam blinkenden rauchmelder stehe. bevor ich nun ins bad flüchte, um mich auf einen hocker unter die abzugsklappe zu stellen (hübsches motiv eigentlich für die versteckte kamera?) trete ich lieber entschlossen hinaus, ins freie, ins kalte. autos in mehreren spuren über- und nebeneinander. gelber giftdunst über der stadt. eine zugestöpselte joggerin, die gesundheitsbewußt-tapfer mitten durch diese abgaswolken trabt und, als sie mich auf der anderen straßenseite vornübergebeugt am feuerzeug herumschnipsen sieht, voll abgrundtiefer verachtung ihren schönen rasterlockenkopf wegdreht ... rauchkultur - man kann nicht einmal sagen, sie habe sich in rauch aufgelöst: sie hat sich in nichts aufgelöst ...
(anmerkung meinerseits: der autor ist pfeifenraucher; auszug aus letzte rauchzeichen; ich glaube, sie haben uns nicht gesucht: zerstreute prosa).

 
 
18
September

Rosenstolz -- Wir sind am Leben - MyVideo
(werbung ist so doof, aber das lied ist nach nur einem spot um so viel schöner. fällt mir gerade ein: seltsame momente in berlin; wahlplakate neben werbeplakaten: gleich aufgemacht, gleich nichtssagend - gleich gültig, damit auch gleichgültig? was auch immer.)

 
 
01
September
ich bin jedenfalls nicht hergekommen, die zwickmühle (neu) zu erfinden.


 
 
10
August
yep!!!
3 zu 2. (fußball)
das zu zwei war ja wohl der hammer.
herzklopfen, herzrasen...
alles gut.

 
 
29
Mai
zeitung lesen und das mitten in der nacht.
Die EU erschien mir immer mehr wie ein großes schwarzes Loch. Einmal hineingefallen, fiel es immer schwerer, sich daran zu erinnern, wofür dieser ganze Behördenapparat eigentlich gegründet wurde. Ein bisschen kann man sich das wie unser Weihnachtsfest vorstellen. Geschenke ja, aber war da nicht noch was?"

---

und. irgendwie hatte ich erwartet, daß ich etwas finde, in meinem archiv, was mich hierhin führen würde (vor gut einem jahr).

scheint so nicht. seltsam. was auch immer.

---

also, mehr weniger chaos wäre besser. mehr logik auch.

 
 
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update: 2020.05.25, 18:07
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