22
Oktober

"antisemitismus und rassismus lassen sich nicht bekämpfen, wenn man nicht erkennt, wie sie sich zeigen und was sie anrichten bei denen, die ihnen ausgeliefert sind. rassismus und antisemitismus werden nicht nur gefühlig empfunden, sie sind strukturelle diskriminierungen und reale gefahren."


 
 
11
September
es geht leider nicht gut weiter,

hier anknüpfend. nein, es geht um das ausmaß an verharmlosung und und verdrängung. gegen das verdrängen (wahrscheinlich) hat die süddeutsche ihre podcastreihe zum nsu-prozess deutsche abgründe gestartet, thematisch aber nicht in der vergangenheit, sondern in der gegenwart, versagt der rechtsstaat?
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der krach, den ich aus der ferne höre, hat der mit bernd zu tun? kein ahnung. zumindest hat man es, wenn man mit solchen leuten zu tun hat, nicht mit rechtspopulisten zu tun, sondern mit autoritären nationalradikalen. eine üble mischung.
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aber hilft ja nix. weitermachen.


 
 
04
September
zurück und vor.

milo rau, der aus ganz anderen gründen schon mal den reichstag stürmen wollte, flaggen gab es da keine, ist auf seine sympathische art gelassen: "man hätte sie rein und an ihrer eigenen ideenlosigkeit verzweifeln lassen sollen." daß das noch kein hufeisentheoretiker hervorgekramt hat.
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mely kiyak konstatiert theateruntexthaft: "man ist diesem demokratieprekariat [kann man auch nennen: völkische rüpeldemokratie] derart weit entgegen gekommen, aber jetzt wird das ein unappetitlicher kampf." das verlinke ich und kann es im grunde nicht kommentieren. dankfühlende mitworte sind so unerheblich wie mitfühlende dankworte.
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dialektik ist momentan eher nicht so: zwei schritte vor, einen zurück, sondern einen schritt vor, zwei zurück. oder drei zurück, aber deshalb nicht mehr kämpfen, wäre noch undialektischer.


 
 
18
August

mir sind herr nuhr als auch frau eckhart auch völlig egal. mir wäre sogar egal, wenn die meinungen der bühnenfiguren sehr nah an den meinungen der leute selbst wären. diese ewige empörung, als ob sich nuhr davon wirklich beindrucken lassen und mal witzig würde. das wäre ja auch businesstechnisch quatsch. ich gebe zu, ich bin hier nicht tolerant, sondern extrem gleichgültig. wer solchen leuten erzählt, was nie alles nicht sagen dürfen, muß sich nicht wundern, daß sie mit überlautstärke erzählen, was sie alles nicht sagen dürfen. vom unerträglichen herumgeeiere der instutitionen mal abgesehen.

auf der anderen seite wird kritik gerne schon als zensurvorwurf verstanden. aber kritik fällt auch unter meinungsfreiheit. ich bin im grunde schon raus, weil ich mich als ignorant erwiesen habe. nur, wenn es darum gehen sollte, die meinungsfreiheit, die freiheit der kunst und die debattenkultur zu pflegen, kann man die, die sich der kritik nicht stellen wollen, höflich auffordern, diese freiheit zu frönen.

aber, wie heißt es so schön, man sollte die machtstrukturen mitbedenken: die vermeintlich hinterlistige stärke der schwachen ist also ein verschwörungs­ähnliches narrativ, das die schwierige erfahrung von gesellschaftlichem wandel und verunsicherung erträglich machen soll.

und last but not least, ist die debatte kein phantasma. und die differenzen auszuhalten, ist schwer.


 
 
28
Juli
sorgen überwiegen, und das ist nicht mal die aktuellste "wasserstandsmeldung"
in sachen corona. ich bin ja mal gespannt auf den schulanfang am 10. august. und behaupte, normal war gestern:

also, das neue normal bleibt normal.

und, nichts dagegen:

 
 
27
Juli

ich versuche wirklich, eine pessimistische optimistin zu sein. und. da ist er, der realismus, der genau zwei realistische seiten hat: Graue Selbstbeherrschung und plötzlich ausbrechende Übergriffigkeit bilden das monotone Drama des gemeinschaftlichen Handelns. und? das alte lied.


 
 
24
Juli

ok, america? nee, wie die niederländer sagen oder werbung in ihren breven"kasten" abzuwähren versuchen, (r)eine mutmaßung. ich will aber auf keinen fall versäumen, den artikel von georg seeßlen zu verlinken. ich weiß. einsicht ist denen nicht zuzutrauen, die ihre privilegien, ihr deutschsein und weißsein mittlerweile behaupten verteidigen zu müssen. da trifft sich eine seltsame art von mündigkeit, die sie nur ihresgleichen zusprechen. alle anderen haben eben eine(n) an der waffel. schwarz-weiß, alles.

die niederländer haben eine phantastische sprache, ich war hingerissen davon. bis ich bei gezloten gestohlen gelesen habe. einen gedächtnistest brauche ich aber, glaube ich nicht.


 
 
02
Juli

ja, so manch einer hätte sich ein loch in den bauch gefreut, würde berlin ein neuer corona-hotspot. keine ahnung, woher solche leute ihre kümmerliche freude beziehen. anders gesagt: vielleicht wird man besonders armselig, wenn man nicht arm ist, egal.

die telefonverbindung war schlecht, nur so viel war zu verstehen, irgendwo im südwesten steigen die zahlen der infizierten und daß nicht nur die kollegin lockdownmüde ist wie das ganze schland. ein schland, offenbar mit vielen kleinen corona-hotspots. nicht jeder vermag so viel egalität vertragen. oder nur das eigene selbstverfälschtedrehte spiegelbild.

nun, wie auch immer.

dort bin ich für die nächsten zwei wochen zu finden.
irgendwo in noord-holland.
und sitze endlich mal wieder mehr am meer.

und ihnen wünsche ich eine gute, nein bessere, zeit.


 
 
22
Juni
auch die selbsternannte sogenannte gemäßigte bürgerliche mitte hat sich nicht mehr im griff, wenn es darum geht, die spaltung der gesellschaft nicht weiter voranzutreiben.

 
 
02
Juni
hörtipp: föhrenwald – ein schtetl in bayern. verschwiegene nachkriegsgeschichte

"sie machten keinen rabatz."


 
 
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update: 2020.10.22, 08:27
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