05
Juni
wollen wir, daß das nie wieder passiert?!

nie wieder hass?! was für ein podcast. ich laufe jeden tag an fünf stolpersteinen vorbei, an fünf schicksalen und mehr.
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im tagesspiegel war letztens ein artikel über den hersteller der stolpersteine.
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und, noch ein filmtipp zum leben in der illegalität, damals.

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ich bin irgendwann bei recherchen, wie diese zeit in meiner heimatstadt war, auf diesen artikel gestoßen und mir werden diese worte nie mehr aus dem kopf gehen:
"Die Menschen, die vom Anger kommend durch die Schlösserstraße, über den Fischmarkt und durch die Marktstraße mit ihren Laternen dem Domplatz zustrebten, hätten eigentlich die Glassplitter ­unter ihren Füßen knirschen hören und sich vielleicht auch über einige mit Brettern vernagelte Schaufenster in den Geschäftsstraßen wundern müssen. Sie waren nicht zu über­sehen. Aber niemand wollte etwas gehört oder bemerkt haben."


 
 
31
Mai

mehmet daimagüler im gespräch: "der staat hat sein versprechen nicht gehalten."


 
 
23
Mai
last but not least.

erstmal: es ist genial. die etwas älteren jahrgänge mögen den kopf schütteln und finden, daß die darreichungsform etwas unkonventionell ist. sie könnten sich auch eingestehen, dass die anwendung des grundgesetzes bald genauso unkonventionell sein könnte.

ich will einfach unkonventionell bleiben und glauben, daß die idee von grundrechten ansteckend ist und bleibt. natürlich muß man immerzu dazu ermahnen.


 
 
06
Mai
marx? ok.

ich könnte ihnen da die lange nacht - karl marx aus französischer sicht empfehlen. lassen sie sich aber nicht irritieren, die französiche sicht besteht mutmaßlich darin, daß in dem aufgezeichneten gespräch mit uwe wittstock (moderation), rahel jaeggi, mathias greffrath auch ètienne balibar zugegen war. (wobei ich daraufhinweisen möchte, daß zumindest die teile 1-6 der reihe essay und diskurs - das kapital nachzuhören sind.)

next: entfremdet - mit karl marx am rande des nervenzusammenbruchs.

von einem nervenzusammenbruch bin nun (noch) weit entfernt, allerdings nervt mich, wenn hier längere zeit lektüre rumliegt, ehrlicherweise schon einige zeit nach ihrem erscheinen in der handtasche rumgeschleppt wird, also was auch immer.

last but not least: mal wieder keine musik, vielmehr ein erbe, welches sich in der untastbaren würde des menschen verwirklicht sähe, die soziale freiheit.


 
 
12
April

arboretum hatte auf einen artikel in der zeit verlinkt. jana hensel interviewt martin farkas zu seinem film "über leben in demmin". (jana hensel kennt sich ja aus mit generationsfragen, oder halt -plagen; dritte generation ost).

ich hatte über den film gelesen. und bin mir mittlerweile sicher, daß das kein ost-thema ist, gerade nicht der film.

wer sich für dieses thema, mal grob umrissen: kriegskinder und kriegsenkel, interessiert, dem sei diese phönix-sendung empfohlen. diese dokumentation stellt die traumata in den fokus, das ist sehr bewegend (und schmerzhaft).

abschließend möchte ich noch auf zwei gespräche verweisen, ein ausführliches gespräch mit dem regisseur martin farkas und ein kürzeres, aber nicht weniger erhellendes.


 
 
21
März
1981

(klappentext: die angst der deutschen; jürgen leinemann)

nun ja, wie hermann van veen schon sagte: so schön wie es früher war,
ist es früher nie gewesen.


 
 
10
März

wer sich das streitgespräch der woche anschauen möchte, bittesehr.

ein paar kurze anmerkungen:

ich kann tellkamps ärger über äußerungen zum osten verstehen. ansonsten fand ich ihn, das hört sich überheblich an, zunehmend peinlicher, was sich vielleicht am besten am punkt fest machen lässt, wo er vom „großexperiment im land“ redet.

aber jeder, und das meine ich so, soll sagen was er denkt und meint und glaubt. und dieser fundamentale kritikpunkt, daß niemand anders als das kabinett (ich habe so gar keine lust, die minister zu entlasten) entschieden hat, wie und was es mit der aufnahme der flüchtlinge auf sich hat (kurze anmerkung: um kurz danach die asylbedingungen zu verschärfen), ist nicht von der hand zu weisen. aber das ist auch in den mainstreammedien so zu finden. (kurzer linktipp: wie links ist der medienmainstream?)

interessant finde ich, daß der subtext zur meinungsfreiheit auf die flüchtlingspolitik so verengt wird. heißt sozusagen: wenn ich eine kritische meinung zur flüchtlingspolitik habe, wird diese nur geduldet und ist nicht erwünscht. darüber muß man streiten (können). allerdings wäre allein mit dem begriff flüchtlingspolitik kaum etwas gesagt, denn sie wird gleichermaßen von rechts und links kritisiert, was darauf hinweist, daß sie weder rechts noch links sondern komplexer ist. das reicht von fragen, wie sicher herkunftsländer sind bis zu den tafeln, die ehrenamtlich geführt, erst einmal gar nicht mehr in frage gestellt werden. was letztlich in der oder-frage kulminiert. und damit werden die einen gegen die anderen in stellung gebracht.

die distanzierung eines verlages ist wahrscheinlich überfüssig, fällt aber auch unter meinungsfreiheit, sich zu distanzieren, wovon auch immer.

last but not least: warum habe ich von einer verengung des subtextes geschrieben? darum.


 
 
19
Februar

@mediasres. marina weisband bringt es (für mich jedenfalls) auf den punkt: man kann aber nicht gegen die diskriminierung von juden eintreten, während man gleichzeitig die diskriminierung einer anderen minderheit vertritt.

ich stelle ihr eine kollegin (sozusagen) zur seite. und auf den ersten blick, geht es um was anderes?

je nationalistischer die politik eines landes wird, umso mehr wird politischer widerstand thematisiert, skandalisiert oder kriminalisiert.

ich habe lange darüber nachgedacht, ob die formulierung paßt: je nationalistischer. und ich bin zu dem ergebnis gekommen, daß der satz stimmt; wenn nicht im engeren sinne der nation bestimmte gruppen eingeschlossen werden, werden gruppen als der nation nicht zugehörig ausgeschlossen. intersektionelle identitätspolitik schließt demnach mehr ein als aus. polarisiert.

oder, geht es um was anderes?


 
 
04
Januar
"Deutschland ist nicht der Prenzlauer Berg, aber der Prenzlauer Berg bestimmt die öffentliche Debatte."
ach dobrini, der prenzlauer berg? berlin-bashing kommt ja immer gut. aber bayrisches berlin-bashing ist eben immer nur dumm. und jetzt geh dich im nachbarländle beschweren, dem inbegriff linken revoluzzertums.

 
 
23
Dezember

ich wünsche meinen geneigten leserinnen und lesern schöne festtage,
ein fröhliches weihnachten, gute (und bessere) tage. was auch immer
sie sich wünschen.



die geschenke sind verpackt, die weihnachtspost hat die zielorte erreicht.
und ich habe die natürlich die weihnachtsgeschichte schon gelesen.
schwieriges verhältnis: meinerseits, zu diesen geschichten. es ist immer
was dran, aber es fehlt viel mehr. aber, was ich wirklich mag,
ist "die angewohnheit", nicht zynisch zu werden. trotz und alledem.

hab dem paketboten für das letzte geschenk das gartentor offen gelassen,
auf daß die nichtklingel nicht nicht leutet. mein plan ging jedenfalls auf.

für "ruhe unterm baum", dafür bin ich wohl nicht zu haben.


und, ich wünsche ihnen eine schöne und gute zeit.


 
 
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update: 2018.06.21, 08:23
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