30
Dezember

man kann spott über greta thunberg lustig und richtig und wichtig finden und sagen: man muß doch mal (das zumindest) sagen dürfen. wenn es um omas geht, hört der spaß auf. hier wäre spott ein angriff auf ein „nationalheiligtum“ - „entweder bedarf es einer gewissen taktischen verblödungsbereitschaft, um dieses lied als angriff auf die familie zu sehen. oder es ist tatsächlich so, dass einer durch klima- und boomerdebatten aufgeheizten, überempfindlichen social-media-öffentlichkeit noch das letzte abstraktionsvermögen abhanden gekommen ist.“

oder, die frage ist doch: wer hat das liedchen beim sogenannten staatsfunk in auftrag gegeben? greta? merkel selbst? danke merkel! (wollte ich immer schon mal schreiben). eine eher paranoide interpretation ist, dieses liedchen wäre nur das vorläufige ende einer langen furiosen diskriminierungstradion. allerdings, hätte es dann nicht „wir vermieten unser oma ihre häuschen“ gehießen? fände ich nicht mal kurios.

friedrich küppersbusch macht gleich zwei punkte: kurt tucholsky lesen und (unterschwellig und beunruhigend dazu) 1919. in diese zeit mögen sich konservative revolutionäre hineinwünschen. niemand sonst.

ich habe (lange) überlegt. also wer in diesem jahr den schlußpunkt (stellvertretend) und als hörstück setzen könnte. am besten jemand, über dessen vortragstitel ich nicht mal hinüberstoplere, sondern der mich erst verärgert, dann neugierig gemacht hat. und dessen inhalt mich bis heute beschäftigt.

nichtsdestotrotz: wünsche ich ihnen einen guten start ins jahr 2020.

mitschuetteln

 

na, wie nett: deplubliziert, der vortrag von harald welzer.

ok, dann ist das noch kein schlußpunkt.

dann eben mehrere. und zwar von menschen, denen man nicht immer in allem zustimmen muß oder kann, aber menschen. die mit ihrer kunst ganz unterschiedliche wirkungen erzielen, manchmal verstörend, aber immer berührend. milo rau, der im gespräch mit dem falter sein theaterprojekt "orest in mossul" erläutert. und nicht zuletzt ferdinand von schirach (mit einem üblen berlinbashing, aber das ist ja eh die mode), und dessen thema: freiheit und würde.

und last but not least, das ist nicht nur ein schlußpunkt, sondern auch ein wunsch für das nächste jahr(zehnt): ambiguitätstoleranz. die tut uns allen gut.

tschüß 2019.

 
in einem guten archiv findet sich logischerweise das gute wieder: der vermißte vortrag von harald welzer.
 
Danke!
Ich bin auch fassungslos, dass da überhaupt eine Diskussion stattgefunden hat.
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update: 2020.09.23, 20:29
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