10
März

wer sich das streitgespräch der woche anschauen möchte, bittesehr.

ein paar kurze anmerkungen:

ich kann tellkamps ärger über äußerungen zum osten verstehen. ansonsten fand ich ihn, das hört sich überheblich an, zunehmend peinlicher, was sich vielleicht am besten am punkt fest machen lässt, wo er vom „großexperiment im land“ redet.

aber jeder, und das meine ich so, soll sagen was er denkt und meint und glaubt. und dieser fundamentale kritikpunkt, daß niemand anders als das kabinett (ich habe so gar keine lust, die minister zu entlasten) entschieden hat, wie und was es mit der aufnahme der flüchtlinge auf sich hat (kurze anmerkung: um kurz danach die asylbedingungen zu verschärfen), ist nicht von der hand zu weisen. aber das ist auch in den mainstreammedien so zu finden. (kurzer linktipp: wie links ist der medienmainstream?)

interessant finde ich, daß der subtext zur meinungsfreiheit auf die flüchtlingspolitik so verengt wird. heißt sozusagen: wenn ich eine kritische meinung zur flüchtlingspolitik habe, wird diese nur geduldet und ist nicht erwünscht. darüber muß man streiten (können). allerdings wäre allein mit dem begriff flüchtlingspolitik kaum etwas gesagt, denn sie wird gleichermaßen von rechts und links kritisiert, was darauf hinweist, daß sie weder rechts noch links sondern komplexer ist. das reicht von fragen, wie sicher herkunftsländer sind bis zu den tafeln, die ehrenamtlich geführt, erst einmal gar nicht mehr in frage gestellt werden. was letztlich in der oder-frage kulminiert. und damit werden die einen gegen die anderen in stellung gebracht.

die distanzierung eines verlages ist wahrscheinlich überfüssig, fällt aber auch unter meinungsfreiheit, sich zu distanzieren, wovon auch immer.

last but not least: warum habe ich von einer verengung des subtextes geschrieben? darum.


 
 
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update: 2018.06.21, 08:23
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