08
März

ich habe diese sendung eigentlich wegen sabine rennefanz gehört, ich wollte immer mal eisenkinder lesen. naja, eigentlich. vielleicht fühle ich mich auch zu weit weg von dem thema, obwohl ich wohl auch noch zu dieser generation gehöre, und mich ganz anders erinnere. mir fiel jedenfalls sofort manja präkels ein und deren streit mit moritz von uslar. wobei ich sagen muß, ich war begeistert von dem film "deutschboden", aber natürlich auch total befremdet, weil - vertraut wäre zu viel gesagt - mir das nur allzu bekannt ist. wenn auch nur aus einer gewissen distanz. und so wie ich manja präkels kritik absolut nachvollziehen kann, verstehe ich auch moritz von uslars haltung als teilnehmender beobachter. die "ossis" mögen diese sichtweise des "wessis" nicht, als eine sichtweise auf etwas quasi kurioses (im osten). dieses abgehängte hat ja stellenweise etwas kurioses. genau so wie es unbehaglich ist.

die gesprächsteilnehmer in der (ganz) oben verlinkten "länderzeit" haben alle ihre ost-expertise. mal mehr mal weniger staatstragend oder parteipolitisch. ob sie diesen stau an aufarbeitung dieser art "vereinigungstrauma" abzuarbeiten vermögen? ich weiß es nicht. oder ist es "hilfreich", nicht mehr vom osten zu sprechen? es hilft ja der frage auch nicht, wenn ich sie verstehe, weiter. aber das ist dann der letzte link: der große bogen, den ich spannen möchte: die"ossis" haben schon einmal erlebt, daß die gesellschaft (wie zweifelhaft) die auch immer gewesen sein mag, einfach so zerbröselt.

mittlerweile zerbröselt das ganze land, re­s­pek­ti­ve die gesellschaft.
(und jede ökomische ideologie)

mitschuetteln

 
von schnapskirschen und nazibanden
 
Die letzten 20 Minuten habe ich neulich zufällig im Autoradio gehört und bin dann extra im Auto sitzen geblieben, um den Schluss noch mitzubekommen.

Hier noch ein Artikel von Manja Präkels aus dem Jahr 2013:
Gransee: Angst, Asylanten, Sicherheit
 

den einen text hatte ich auch schon mal verlinkt, also die kernaussage. wahrscheinlich, weil ich es wirklich so empfinde.

einerseits: ich bin drei jahre älter als manja präkels und ich nehme an, dass in dieser zeit diese drei jahre entscheidend andere erfahrungen mit sich brachten. ich bin nach der wende weggegangen und habe diesen ganzen neonazimist eigentlich nicht wirklich mitbekommen. was natürlich auch kein grund ist, nicht still zu sein.

und andererseits ist das "phänomen" rechtsradikalismus generations-übergreifend. der kollege feynsinn hat einen vortrag von adorno verlinkt - ich habe ihn noch nicht einmal zu ende gehört - weil sofort der ganze gedankenapparat anspringt, obwohl ich "neutral" zuhören will. ich war gedanklich ziemlich schnell bei den angsthasen, die überall den (welt)untergang der osterhasen- und weihnachtsmärktetraditionen herbeiphantasieren. sie halten an allem fest, was diese gesellschaft zementiert. und sind gleichzeitig der meinung, genau diese würde sie (potentiell)abwerten. genau dieser widerspruch (zwischen rechts und links) ist nur eben der begriff von gesellschaft.

sorry, für die abschweifung.

 
Ist doch keine Abschweifung, sondern interessant.

Dass Sie das FR-Interview mit Manja Präkels seinerzeit schon einmal verlinkt hatten, war mir nicht mehr präsent. Ich musste beim Lesen zwischendurch an den Dokumentarfilm Zur falschen Zeit am falschen Ort von Tamara Milosevic denken, den sie zwei Jahre nach dem Mord an Marinus Schöbel in Potzlow drehte.
 
das seltsame ist, und da schließt sich vielleicht der kreis zu "deutschboden", der man möchte fast sagen empathielose (grund)ton so einer dorfgemeinschaft. da bleibt (mir) nur ein: wie kann das sein?
aber und, wie auch immer der grundton ist, es bleiben auch andere töne.
 
Heute in der Frankfurter Rundschau nochmals Manja Präkels:

Mädchen wie Zschäpe gab es viele
 
oh, vielen dank!
ich bin heute noch gar nicht zur "zeitungsschau" gekommen.
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update: 2018.10.14, 23:14
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