15
August

ich warte schon auf eine neue folge und hoffe, thomas fischer hat sich nicht überworfen mit viktoria merkulova und holger schmidt, die eine eher journalistische einordnung vornehmen, und das meine ich nicht despektierlich, denn ich würde true crime überhaupt nicht hören, wäre da nicht immer wieder dieser gegensatz sichthörbar. die journalistischen bewertungen, oder sagen wir interpretationen, und die juristische einordnung, die so interpretationsarm wie möglich sein sollte.
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und ich mag diese polemik, abgesehen davon, daß diese richterkritik es in sich hatte. gestern nun: wo zwei oder drei zusammenkommen, ist das netzwerk nicht weit. das eigene ist dabei stets ausdruck sozialer kompetenz, das fremde stets beweis für den verfall der sitten.
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die süddeutsche erörtert in ihrer vorgezogenen (wegen feiertag) wochen-endausgabe den typisch deutschen humor, beziehungsweise fragt sich was das ist. dieter nuhr ist abgebildet.
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und dann muß ich doch auf das canceldingens eingehen. keine ahnung, wer das hierzulande zuerst in feld geführt hat. ernsthaft? als ob die gegeneinander stehenden "ränder" das nicht die ganze zeit schon täten. ididotische einlassungen zu diesem thema legen nahe, es ginge um moral oder besser noch, um toleranz. nee. es geht um macht und deutungshoheit beziehungsweise um klein halten. und manches mal um schlechte laune.
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und, was kommt jetzt? genau! gute laune ist doch klar. weil, nicht die rapper formen die gesellschaft, die rapper sind resultat der gesellschaft.


 
 
27
Mai

das mit den geisterrennen konnte ich mir ja nur schlecht vorstellen. und mit abstand betrachtet (es sei denn, man will oder muß irgendein pferde-rennenfachexperte sein), würde ich das bestimmt nicht noch mal sehen wollen. aber, das war wider erwarten dann doch ein familienevent. nicht zuletzt, weil wir es auf dem größten bildschirm sehen konnten, dem fernsehbildschirm. kein schnöder laptop und kein pc, dem ich nur nach einem informatikstudium einen ton abtrotzen könnte.
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es begann damit, daß kind1 und kind2 behaupteten, ihr handy fragte sie manchmal, ob sie irgendein youtubevideo auf dem fernseher sehen wollten. mein handy hat mich so was noch nie gefragt, noch irgendetwas (unanständiges). dann haben die kinder herausgefunden, daß unser fernseher dank dem internet inhalte von anderen internetfähigen geräten zeigen kann, wenn sich wir beide geräte verbinden können. kurz vor dem ersten rennen gelang mir der durchbruch. eine app, und mein handy und der fernseher ... egal. es ging ja darum, auf dem großen bildschirm irgendwie auch auf der geisterbahn zu sein. da kann ich allmählich die begeistertung verstehen.
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zugegeben, als rennbahngängerin war das trotzdem skurril, wobei einen erheblichen anteil die protagonisten hatten, die die stichworte homeoffice und schlafanzug in einen äußerst unvorteilhaften zusammenhang gebracht haben. egal.
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in dieser krise ist sowieso so viel skurril im sinne von noch nie da gewesen. daß, hätte ich ein corona-tagebuch geschrieben, das als unbeschwerte momente behalten möchte. klingt trivial, aber das ist einfach nur lustig.
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nicht nur lustig, aber informativ ist meine lieblingssendung. das fünf mal die woche so kenntnisreich, so vielfältig, so öffentlich-rechtlicher rundfunk, daß sich bitte jeder staatsfunk-twitterer in grund und boden schämt und dort bleibt. und bestenfalls für immer.


 
 
22
Mai

in der denkfabrik wird das nun (morgen) siebzigjährige grundgesetz gewürdigt. und was manche wahlweise auf die palme oder auf die barrikaden bringt, bleibt die frage zu was eigentum genau verpflichtet, wenn das allgemeinwohl rechtlich nicht so festgeklopft wurde, wie ja(!) das eigentum und all seine rechte. und die pflichten nicht ganz genauso. das eigentum war vor dem grundgesetz und wird - ganz waghalsige prognose - sogar noch nach diesem eine wesentliche und weitere rolle spielen.
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i(ch) hab schon mal, da bin ich mir sehr sicher, diese einfach geniale serie sehr genial gefunden und damit empfohlen. bleibt alles wie es war.
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und. ich hätte über "world peace is none of your business" schreiben wollen. egal, am ende.
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die zeiten großer worte sind vorbei:


 
 
23
Februar
last but not least.
keine gute-nacht-musique - eine frei assoziierte collage.
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staatsbürger. europäer. musiker - igor levit
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09
Januar

ich habe etwas ganz anderes gesucht. aber, wer gräbt, wird fündig: jurek becker. na gut, ich habe nicht gegraben, nur im richtigen moment hingeschaut. tja.
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eigentlich habe ich ja was ganz anderes zu "tun"

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und (überhaupt), da ist noch einmal diese doku in der mediathek (bis morgen. also mal kurz in erinnerungen schwelgen; kurz? quatsch!, echt mal).
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und uneigentlich wollte ich hierzu etwas schreiben. nur nicht heute.
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last but not least, die gute-nacht-musique


 
 
10
Dezember
zur anarchie gehört nicht - wie gemeinhin behauptet - das chaos,
sondern daß man nicht müssen muß. zwei so unterschiedlichste
protagonisten zusammenzubloggen? wenn sie denn eines verbindet:
gut das gehört zu haben.

 
 
04
Oktober

hätte nicht antje hermenau letztens ihre skepsis (oder war es abneigung?) gegen preußen mit dem siebenjährigen krieg begründet, würde ich die thesen von james hawes für völlig abwegig und sehr weit hergeholt halten. was ich wirklich davon halten soll, keine ahnung. wobei ich das wahrscheinlich beunruhigend fände, erklärte sich das wahlverhalten mehr mit stammesgeschichte als rationalität. ja, gut, das geht nicht allen so.
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da ich die erste staffel schon komplett gesehen habe, konnte ich mir die zeit heute anders vertreiben. gestern war, übrigens radioday - babylon berlin, mehr hintergrund. manchmal hilft das, manchmal nicht (weiter).


 
 
27
September
keine angst, germany
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eine angsttherapie

 
 
18
August

"wir werden häufig dazu gezwungen, standards aufzustellen, die wir selbst nicht erreichen. und regeln festzulegen, die wir selbst nicht befriedigen können ... es ist nicht notwendig, auf die schreckliche gefahr hinzuweisen, die es bedeutet, diese grundsätze aufzugeben." (ferdinand von schirach; die würde ist antastbar)
wenn man einmal einen vermeintlich guten grund findet, gegen diese grundsätze zu verstoßten, dann findet man "gute gründe" wieder und wieder. und am ende braucht man keinen grund mehr.
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und wenn das abendland in stellung gebracht wird.
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podcastzeit (-empfehlungen):
cosmo machiavelli über identitäter
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hasnain kazim (in wien)
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und last but not least, das nachtstudio - die ruhezone in der referenzhölle - mit texten von kathrin röggla und fiston mwanza mujila.


 
 
11
Juli

wien, ohne

... ach nö.
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zu seehofer fällt mir eh nix mehr ein.
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und im 16. bezirk herrscht jetzt vermutlich ausnahmezustand.
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und auch hier in den nachrichten wird heuer über das urteil im nsu-prozess berichtet und die kontroversen. bitter bleiben die offenen fragen. rückhaltlose aufklärung schaut jedenfalls anders aus.


 
 
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update: 2021.02.23, 20:17
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